„Es sind Männer hier gewesen, deren Berichten man Glauben schenken muß ...“ - Karl May und die Krokodilgrotte von Maabda more

in: Es werde niedergelegt als Schriftstück. Festschrift für Hartwig Altenmüller zum 65. Geburtstag. Studien zur altägyptischen Kultur - SAK-Beiheft 9, 2003, 57 – 69

Es werde niedergelegt als Schriftstiick Festschrift fiir Hartwig Altenmuller zum 65. Geburtstag Herausgegeben von Nicole Kloth, Karl Martin und Eva Pardey HELMUT BUSKE VERLAG HAMBURG Die STUDIES ZUR ALTAGYPTISCHEN KULTUR (SAK). gegrundet 1974. erschcinen in zwangloser Folge je nach Manuskriptcingang. Die BEIHEFTE erschcinen ab 1988. Sie sind Kongressakten und Monografien vorbehalten. Manuskripte erbeten an die Herausgebcr oder an den Verlag: Helmut Buske Verlag GmbH Richardstra6e47. D-22081 Hamburg e-mail: SAK@buske.de Herausgeber: Prof. Dr. Hartwig Altenmuller Archaologisches Institut der Universitat Hamburg ■ > Arbeitsbereich Agyptologie Johnsallee 35, D-20148 Hamburg Dr. Nicole Kloth 0 0 Sondersammelgebiet Agyptologie Universitatsbibliothek Heidelberg Plock 107-109. D-69117 Heidelberg BibliograMsche Information der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek ver/eichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte biblio- grafische Daten sind im Internet liber <http://dnb.ddb.de> abrufbar. ISSN 0934-7879 (Studien zur Altagyptischen Kultur. Beihefte) ISBN 3-87548-341-3 (SAK Beiheft 9) Titelabbildung aus: H. Junker. Giza V: Die Mastaba des $nb (Seneb) und die umliegenden Graber. 1941, Abb. 7. €> Helmut Buske Verlag GmbH. Hamburg 2003. Alle Rechte, auch die des auszugsweisen ■ # Nachdrucks. der fotomechanischen Wiedergabe und der Ubersetzung. vorbehalten. Dies betrifft auch die Vervielfaltigung und Ubertragung einzelner Textabschnitte durch alle Verfahren wie Speicherung und Ubertragung auf Papier. Filme. Bander, Plattcn und andere Medien. soweit es nicht §§ 53 und 54 URG ausdriicklich gestatten. Druck: Strauss Offsetdruck, Morlenbach. Buchbinderische Verarbeitung: Liideritz & Bauer, Berlin. Gedruckt auf saurefreiem, alterungs- bestandigem Werkdruckpapier: alterungsbestandig nach ANSI-Norm resp. DIN-ISO 9706, hergestellt aus 100^ chlorfrci gebleichtem Zellstott Printed in Germany. Q www.buske.de M & smd Manner hier gewcscn, dcrcn Berichtcn man Glauben schenken mufi Karl May und die Krokodilgrotte von Maabda Andreas Uftland AM D* WW nafee/u verjtevsene Krciodilgiocie vcei Maabda gah im 19. JaJuhunderi ab tcunstisehc Attrition der i Aasiur Der Schriftsteller Karl May kai diese Grctic als t reran* he Hhsftatioo in sebe Reiseerzihhing rde* Mahdr «uf(tcrommeoJ Der vof!ic*cndc Artikel untervjcht moRlicne t»clten. die Karl May alt ifadienthabOT adnnca Sal mittjcrwcilc 29 Jahrcn bcreichcrt dcr verehrtc Jubilar mil dcr Hcnusgabc dcr Studicn zur Aa%yptisch<nKultur(SAK)dtt Vignette Cf/ ist ihm zu eincm vcrtnutcn und treucn Begleitcr geworden. Da auch Sludien zur modcrnen Agyptenrc/xption zu seinem viclscitigcn Korschungsfcld gehttrcn, lag cs nicht mchr ailzufem cincn Bcitrag (Br voriicgende Festschrift zu findert dcr dicsc beiden Thcmcn mil- cttandcr vertnndet. Dcr SchrifbtdtcT Karl May1 beschrcibt im crstcn Teil seiner dreibandigen Rci^ccr/Shlung Jn I jkxV des Mahdi" sehr detaillicrl cincn Besuch seines Romanhcldcn Kara ben Ncmsi in tiner mit KrokodilmumiCT angchftuften Grotte bei Maabda unweit von Assiut. Da Karl May dicsc cinstigc iowisu$che Attraction nie mit cigenen Augen gesehen hat/ schicn es lohnenswert den Quellen. dac « benutzt haben muB. nachzuipOrer. fiaaaVirwitg ZAlrckhc Schriftstcllcr und SchriftstcJIcnnncn haben sich in EraJihLungen und hiiUoriachen bzw. hisiuciaicrcodcii Romancn des agyplischcn Umfcldcs ah Rahmcn tflr ihreeigenen Phamasiewchcn a^camnuncn und dabci cniwedcr igyptologischc EVimfirpublikationcn odcrauch ttgyptologUchc Sekimcttrliicraur gcnuizL4 ktaer von ihnen ist auch tier bclicblc Autur Karl May. Ntcht wenige seiner Wcrkc spkrkn tmrmncJesiieilweise) in Agyptcn, man denke z.B. an ,XcTlcr\ JJurch WtUte und Harem"-*, _Der Skhe M. AlterunOlkr. Vocn Wcittiktoer ajgptttthcf Syintwle in def abendLardi*hen Kuliur. tn MamhcLincf Foraai 7T/7S. WTTHt, 169ff 1 Ein beecodcrer Dank gih dcr Karl-Ma} t ***lltcha.A * V.( die im Internet mittlcrwvtle cine hcrvofrapeivde Mattnaiummlung zur May*Fonchung Tusamrrtengesiellt hat ohne die dieter Re-tag m variitgender Fnrmnicht moftlich acwesen wire. Siehc URL hap:-V*jrtmay.teo ortfwAcx html. Sichc dam auch F. Sum^L IL Sdktebach, Kavi May an Internet, in: JbKMG 2000. J J7(t 1 Watireod seiner aus^edennten Onentrtisc 1899/1900 nachie Karl Ma) r>-ar auch b Assiot Station (24k- 2*05 l^)Jec^offcmkfctlichobre^ BarbcKKarl MayiOnentreiw 1S99/1900, Dcfcuatentaticci, in; JbKMG 1971, i^m- : - * Erancet *ci an die Rofiunc A|uttlw Chii^ttn. 11*.l jut ^nti Nil". JUchendeOenteT1 und ihr Thcatmrtkk _EcJiMionH (ikhe dozu W, Guajiclmi. A|udha CWi«»c und d e Ancig^jng altlgvptbchcr Quclkn. ui CTraaaplaf(Ha>X Agatna Christie ijnd dee Orient, KriminaJUtik und Archao^ope, 1099,350-Jf9)cdee auch meW A|>pttiwRmarte Ge^rg Bban wier.B ^Fine lgyptt«che KAnigonchier*odee Jlarda* (nenedanj H Fischer. Der Agyptolcfc Georg Ebcrv Eidc Falbtudie mm Problem Wisaemchan und (Vfentlichkeit im W JaaanaMdcrt, AAT25,1994, 261fT> 1 -Leflef" wv die cnlc Onentgeachichtc von Karl Ma> uad enchicn zanachst in ^Feicrsrurdca an hauabchen Hccrdc. BcLktristischct UnUrhahuags-Blatt fur aJlt Stande" Dresden, in ] Jahrgang lS76(noch unter dem Pacudooyan M. Ubelak* cin NacMrvck erfolgte ua 1877 in Jer/citscnnft ^Heimga-W unlet dem Tilel„I>ie 58 A. Effland BSAK9 Kutb"7, „Et in terra pax"8 oder „Allah il Allah"9. Im folgenden mochte ich jedoch das Augenmerk auf seine Trilogie „Im Lande des Mahdi"10 lenken. Im Lande des Mahdi - Textansgabe Karl May hatte eine Reiseerzahlung iiber den Mahdi bereits im Herbst 1885 angekundigt.11 Die Fertigstellung der Balkan-Erzahlung und andere Verpflichtungen verzogerten allerdings Mays Arbeiten an diesem Thema.12 Dieser Mahdi-Roman war zunachst nur in zwei Banden geplant. Der erste Teil, „Der Mahdi. Reiseerzahlung von Karl May. Erster Band. Am Nile", wurde von Karl May bis Ende April 1890 geschrieben und zunachst abgedruckt im 18. Jahrgang der wochentlich erscheinenden Familienzeitschrift„Deutscher Hausschatz in Wort und Bild" von Oktober 1891 bis September 1892, verteilt auf die Nummern 1-52. Der zweite Teil, mit dem Untertitel „Im Sudan", wurde bis Mitte 1891 als Manuskript fertiggestellt und von Oktober 1892 bis September 1893 im 19. Jahrgang des DH publiziert.13 Fur die schlieBlich dreibandige Freiburger Buchausgabe bei Fehsenfeld 1896 wurde der Obertitel in „Im Lande des Mahdi" geandert. Zwar hat May fur diese Buchausgabe eine neue Kapiteleinteilung vorgenommen, den DH-Text jedoch nahezu unverandert iibernommen.14 Der erste Band ist bis auf einige, hauptsachlich stilistische Bearbeitungen und geringfugige Kurzungen identisch mit „Am Nile". Band zwei und die ersten beiden Kapitel des dritten Bandes entsprechen der fruheren Ausgabe „Im Sudan". Das dritte und vierte Kapitel des dritten Bandes wurden fur die Buchausgabe von May neu hinzugefugt.15 Im Lande des Mahdi I - Inhalt Im folgenden mochte ich mich inhaltlich auf den ersten Band dieser Trilogie beschranken. Rose von Kahira". Siehe auch W. Hammer, Karl Mays Novelle „Leilet" als Beispiel fur seine Quellenverwendung, in: JbKMG 1996, 205ff. 6 „Durch Wuste und Harem", 1892, spater umbenannt in,JDurch die Wtiste"; es handelt sich dabei um den ersten Band seines sechsteiligen Orientzyklus. Die ursprungliche Fassung lautete „Gi61geda padishanQn" und erschien 1881 im 7. Jahrgang des DH. 7 , JDer Kutb" wurde zunachst in ,3enziger's Marien-Kalender" 1895 veroffentlicht. Eine Parallelausgabe erschien im gleichen Jahr im, JCevelaerer Marien-Kalender". Diese Geschichte erschien erneut in: „Auf fremden Pfaden", Reiseerlebnisse von Karl May, Band 23. 8 Veroffentlicht in: J. Kurschner (Hg.), China. Schilderungen aus Leben und Geschichte, Krieg und Sieg. Ein Denkmal den Streitern und der Weltpolitik, 1901. 9 Veroffentlicht 1930 in Karl May's Gesammelte Werke (Radebeuler Ausgabe) als Band 60. 10 Seit der Erstpublikation sind zahlreiche Ausgaben erschienen; zur leichteren Orientierung sei hier eine kurze Konkordanz gegeben: Karl May's Gesammelte Werke, Freiburg Bd. 16-18, „Im Lande des Mahdi I - III" (Radebeuler Ausgabe); Karl May' s Gesammelte Werke Bd. 16-18, „Menschenjager", J3er Mahdi", Jm Sudan" (Bamberger Ausgabe); Pawlak-Verlag Bd. 27-29. Im folgenden genannte Mahdi-Zitate entstammen der Freiburger Erstausgabe 1896 bei Fehsenfeld. 11 Siehe G. KluBmeier, Karl May und Deutscher Hausschatz II, in: MKMG 17, 1973,19. 12 Siehe W. Ilmer, Einfuhrung zu„Der Mahdi", in: Karl May: Der Mahdi, In: Deutscher Hausschatz XVHL/XIX. Jg, 1891/92, 1892/93; Reprint der KMG, 1979, 3, n. 2. 13 Siehe KluBmeier, in: MKMG 18,1973,18ff. - Diese DH-Ausgaben erschienen erneut 1979 als siebenter Band in der Reihe der reprographischen Nachdrucke der KMG. 14 Siehe G. KluBmeier, Karl May und Deutscher Hausschatz Vm, in: MKMG 23, 1975, 18. 15 Dies geschah, um die vom Verleger vorgegebene Seitenzahl zu erreichen; das Nachwort im dritten Band wurde ab 1910 weggelassen. Dazu siehe auch KluBmeier, in: MKMG 23, 1975, 18. 2W3 Karl May und die Krokodilgrotlc von Maabdii 59 IJcr dcutschc Rciscndc Kara bca Ncmsi1* wird in Kairo von cincm luriischcn Gcschfiftsmann namens Murad Nass>T gebeten, lhn auf seiner Rcisc nach Khartum zu begleilen. Noch in Kairo allerdings kommt es fur Kara zu ciner folgemchwercn Auscinandersctzung mil dcr _Hci1igen Kadirine" cinerislamischcn Bmdcrschalt17 alteram den HArtdcn ihits Vonttchcr*.Abdel Barak, zwei vcrsklavtc Kinder befrcit und cl Rarak ak Fr+KcMeicher eniUrvt Kara ben Nomi reist nach Aniut \orau* Pin erstes richendc* Attentat dcr Kadirine wUhrcnd dieser Reke kann er vereiteln. Dabei trim Kan auf den Sondcrbevollmichligtcn und hohen Rcamtcn Ret* Effcndina, der itch auf der Jagd nach Sklavcnhindlcrn befindct. In Aaaiut besucht Kara cimgc louristischc SehcnswQrdigkcitcn und trifft auf e men hciligcn fakir* wekher sich jedoch bald als der bcruchligte Sklavcnjfigcr Abd As) hcrau&sicllt. Dicier Itxkt ihn in cincn ujttcrirdbchcn Gang und spent ihn cin. Hicr beftndct *ich bcrcits cia wciiercr Gcfangcncr. Ben Nil. Kara entdeckt cincn Kcttungavvcg und Den Nil wird *cin trcucr Beglcttcr. Ikr (icschaftsmann Murad Nassvr trilTi in Avsijt cin und *ibl sivh in webera VcilMfab Sklavcnhandler zu crkenncn. Kara, Den Nil und Sclim* ein chcttudigcr Dicner Nassyrs verlasscn den SkUvcnh&ndlcr in Koroako. Auf dent Rilt u\jith die Wumc bittct Reis EfTcndina Kara ben Nomi ihn bci dcr VcrfoJt;ungdc3 Sklavcnjlgcrs Ibn AO, Jen 5ohn des AW Ail zu uiHasUii/cii. Dec crsic Rand dcr Trilogic endet mil dcr Gcfangennahme einer Art/ahl Sklavcnjager/-handler, wobei jedoch Ibn As) cntkommen kann. Die Krokoditgrottt von MaaMa Es gibt zahlreiehe A r.k ruptungspunktc fiir iig)pto)ogisch lohnemwerte Untcrsuchungcn i i den Qucllen Ma>s. Hcraushebcn mtfchte ich jedoch eine Episode, die May setnen Helden erleben lafii. und warden Bcsuch Kara ben Ncmsis in dcr Krokodilgrottc von Maabda bci A&siuLGcnaudiesc Episode wird aueh in dcr cinzigen mir bckannten agyptologischen Publikation zniert. in dcr Karl May eine Ens ahnung gefimden hat'* Kara ben Ncmsi zciRi sich nicht nur als moralise her K&mpfcr gegen Unterdruckung und Sklavcrci. cr findet auch ZeiL sich den Sehenswtirdigkeiten des Landes zu widraen. JJnweitdes nicht sehr entftrvien Dotfes Moabdah hefindei sich eine leider wenig besucfue H&hle * mil :* Kail May la£* «m#n Hckkn ™ich* ohn* Nuv»n Dm M-EralhiM wird «ru *m Rndc Jor KitchAiii^ih^(nioht In mg.™lcn r)H-Tcxt)milK«^bcnNc^.tiidcn1jFVjcr1:%*chcdA/sUir If-ncr. FinfUinng. 6. n 46 - Der Roman m>II im Jahr 1879 jpickn. skhe I Koch. Ira Landc <ks NUMi Karl M*vs Roman THixhat /c,uc>:h:;htc und Modem, n: JbKMG 1995,276, n. 32; 296, 11 Kadirinc. der frommen Bradertchait dei Se>d Abd cl Kader el Qjclani J*t K May, Mahdi I. 50. Ditie JC^bWwi*tnkMMa>iPhaiTta^ecnUpaingcn brstlcfiaufdicsc Bn-dcnchaftbeiR. Bwta»DvSwkHBd dtr MaMi. Dta Lan4, dte Bewota»ct up4 *t AvfP^J 4n ft>o:^ Prr^****. it*4r Wt det M^wnnwd AlIhtcJ. dc*i hpkeren Mo^kIi. a\* MiU^kO dic« v'i'icim^unf octuat Da/j cf. 8^ Kv>ciiu/ko, J.a mm Kcioax giU <b B<kk«r Dm QutLUn d*r ^nW™ Karl Maya, in: JbKMG 1911, SL - In Jiaaatn Grabdcs4AbdaKJ4duatGiliniH077. I l66n.Chr: 470. 561 J H i bcfindet. Sein wirllic^et<irab Iie0 in Baghdad. \M aU^ir jI 0:1am St a\ Ikiii.vT ui>J Cit jr.Jcr llik> [ *rvi,Ji C >:J*:t^ (>din> j< 11, w-aJL-jlv bedeuiendcr Nothelfcr, iiche dam Kriis vnd H KrkvHeinricK Volktglauhc im Rereich des hlaan 1* Wallfahm^esen und Ikiltgcnvcrthnmj. l%0( I Iff u Siehe J. Item, m: D. KuraVU. KOtlcr-Kohkr (Hg&l. /ur Archaok>£ic des 12 otcrtgyptisehca Oaucs Bencbl uberrml Survey*derUn 1980nd 19S1.GOF 16. iW. 25, 87, und KurthKoc-Jti-K-Uikf (H$±l op en. ^7.a. 106. 14 /ur Lc4a)i«i«njnj d«r Krokodilgrotta: Kancti ftnicn skh bci Kuf1hVRd4lcr-KAhltr (Hga^), op c'tU Anhang. tundpbt/kulr l;MT /trnmtr. I«ptf«r^<V< onvtfdiktdc MaaKdah(Samoufi). VA %wial Nivrtbrr 19*7. 10. Fig. 3:11, Fig. 4. i I H Gcrlatti. Karl-MavAila* Sooderband /u deti Gcummchcn Wctiec Kart May'a. 1997. 194. 60 A. Effland BSAK9 Krokodilsmumien. ... Ichwarhochstbegierig, diesenBegrdbnisplatzvonKrokodilen, welche vor zwei- oder dreitausendJahren einbalsamiert wurden, kennen zu lernen. ...In dem Dorfe fragten wir nach einem Fiihrer, denn ohne Fuhrer ist es ganz unmoglich, sich in den verworrenen Hdhlengdngen zurecht zu finden. Ein Fremder, welcher sich da auf seine eigene Findigkeit verlassen wollte, wiirde Gefahr laufen, sich zu verirren und auf elende Weise zu ersticken oder zu verschmachten. Man brachte uns sehr bald einen Mann, welcher sich bereit erkldrte, uns die Hohle, deren eingehende Besichtigung hochstens zwei Stunden in Anspruch nimmt, zu zeigen.... Er schritt voran, und wir folgten ihm. Wir gingen durch das nicht grofie Dorf undgelangten bald an den Fuji der steilen Hdhe, jenseits welcher sich die Wiiste bis zum roten Meere erstreckt. ... Dieser Weg war keineswegs ein bequemer. Erfuhrte steil emporzum Plateau, welches weithin mil glitzernden, durchsichtigen Krystall-Rhomboiden bedeckt war, die, dhnlich dem isldndischen Spate, eine mehrfache Strahlenbrechungzeigten. Dabeigab es riesige schwarze Feuersteinkugeln, neben und iiber einander liegend, welche der Gegend den Anschein gaben, als ob hier zwei mil riesigen Kanonen bewqffhete Gigantenheere einander eine Schlacht geliefert hdtten. Auf diesem Plateau erhob sich ein Hiigel, in welchem wir eine sehr grofie Oeffnung bemerkten. Diirre Mumienreste, Zeugfetzen, Knochen lagen da umher und liefien vermuten, dafi dieses Loch der Eingang der beruhmten Hohle sei.... Nun stieg der Fuhrer in das Loch, welches iiber zwei Meter senkrecht niederfuhrte. Dann halfer mir, dem Stallmeister undSelim hinab.... Jetzt brannten wir die Fackeln an, von denen jeder eine brennende und zwei in Reserve erhielt, und sahen nun, wo wir uns befanden. Die Hdhlung war hier unten weiter als oben und zeigte ein nach Norden gelegenes, engesLoch, inwelches, wieder Fuhrer uns bedeutete, wirzukriechenhatten.... Sobald ich mich, auf den Hdnden undKnien kriechend, in diesem engen Gange befand, war ich von einer heifien, stinkigen Luft umgeben, welche hochst abschreckendauf die Nase und die Lungen wirkie; ich fuhlte eine dngstliche Beklemmung, deren ich nur mit Anstrengung Herr werden konnte. Und je weiter wir vorruckten, desto dicker und unausstehlicher wurde diese Luft.... Schon nach kurzer Zeit wurde der Gang noch niedriger. Wir konnien uns nicht mehr auf den Knieen und Hdnden fortbewegen, sondern wir mufiten uns auf den Bauch legen und uns so fortschieben. ... Wir krochen weiter. Der Gang wurde noch enger und war am Boden mit scharfen Quarzkrystallen bedeckt, welche in die Hdnde undKleidung schnitten. Dann ging es durch eine Spalte, welche so schmal war. dafi wir uns kaum hindurchzwdngen konnten. Hinter derselben lag ein weiter, gewolbter Raum, welcher mit Felsblocken angefullt war, zwischen denen es Risse und Spalten gab, die senkrecht in die Tiefe fielen. Wer hier einen Fehltritt that, der war verloren. ... Nun ging es iiber die gdhnenden Spalten hinweg, wieder in einen engen Gang, ... Dennoch drangen wir weiter und weiter vor, bis wir in eine Art Gemach gelangten, welches so hoch war, dafi wir uns aufrichten und etwasfreier atmen konnten. Aber auch hier gab es tiefe Risse, Sprunge und Hohlenlocher, welche nach verschiedenen Seiten von hier aus abzweigten. In diesem Raume sah ich, wdhrendwir bisher nur den Staub und kieinere Bruchstucke von Mumien bemerkt hatten, die erste game, vollstdndig erhaltene Dauerleiche. Es war diejenige eines Krokodiles, welches eine Ldnge von gegen acht Ellen hatte. Wir stiegen iiber dasselbe weg und krochen in ein weiteres Loch, die Miindung eines Ganges, welcher uns in eine hallenartige Erweiterungfuhrte. Da lag denn, was ich suchte, aber doch nicht vollkommen fand. Es waren keine erhaltenen Mumien, sondern lauter Bruchstucke derselben, viele Wagenladungen voll. Es gab da game Leiber, doch ohne Arm und Bein, halbe Riimpfe, game und zerbrochene Glieder, nicht nur von Krokodilen, sondern auch von anderen Tieren und sogar von Menschen. Hier war, wie es schien, ein fbrmlicher Jahrmarkt gehalten worden. May, Mahdi I, 176. 2003 Karl May und die Krokodilgrottc von Maabda Ich suchte irt den Restin. fandaber nichts Wertvolles, haste auch gar riicht die Absicht. einen Ankauf zu machen. Was soille ich mit einer Mumie* ... Wdhrend ich in den Trummcrn hrrumsuchte. beobachete mich der Fuhrer von der Seite her Ichfragte ihn. ob dies alles sei. hoi die Hdhle bietet. Er gab tine bejahende Anrwort. 'Das ist lomoglich91 entgegnete ich *Es muff noch viet viel mehr do sein in Kammern und H&hlen. die du mir nkht zeigest Obglekh dlese Hdhle noch heute nkht voilstdndig erforscht u/. hat man vor noch nichtsehr longer Zeit die Zahl der Mumien die sich in den bekanrj gewordenen Raumen btfanden. auf mehrere H under ttausende geschatzt. ... Es sind Manner hier geMesen. deren Berichten man Gtauben schenken mu&+ Die menschlichen Mumien waren hfichxi rrgrlmafiig noch Tatenbetten geardnetr wabei wechxelweitt eine krruzweixe uber der andem lag Was die Krokodile betrifft. so hat rs zehn Meier lartge Mumien gegeben Die kfeinsien. seiche nur einen halben Meter und wenigtr long warm, lagen je zwanzig oder funfzehn in >. urn \*eiche Zweige und Wedel \on Palmen gebunden waren Solche Ballen gab es ouch von Krokodileicrn* von Schiangcn allcr Gr&ficn. von Fr&schcn. Eidcchsen und Schwalben und andern VogclrL Es muft hier grofle Sdl* geben. n-elche \on oben bis unten mit Mumien vollgtpfropft wareru so daft man kaum dutch dk engen Z>*iscriettrdumc krtechen konnte.Dicac Sale bekommt Kara ben Ncmsi jedoch merit m schen. Auf dcin Rtickwcg allcrding> ... cr/uhr ich so recht, wie verschlungen die verschiedenen Gdnge der Hohle warent derm wir errctchten den Etngang Im drmen Telle der Zeil welche Mr gebraucht hatien in die letzte Haile zu getongeit"21 Maabda in der agyptotogischen torschung Bcrciis frtlhc curopfiische Rcisende erwahncn in lhrcn Berichten das Uebict um Assiuu allerdings ohnc die Krokodilgrottc von Maabda zu bcrilcksichtigcn/" tine umlangreichc Aufarbcitung der altcren Litcratur zur Topographie und ArchSologic der Umgcgcnd von Assiut crfolgte durch J. Horn." WShrend der archaologischen Surveys im Bereich des alten 12. obcrflgyplischcn Gaus wunk 1981 von D. Kurth. W. KurtK C. Nauerth und U, RWSIcr-K^ler auch die Krokodilgrotte von Maabda aufeesucht/* Intensiv mit dicker Groctc auseinandergeset/t hat sich *chtieBlich M. T- Zimmcr der aueh ausfQhrliche bibliographischc Angabcn macht.** Die wohl haupL^aehlich in rflmischcr Zeit genutztc Grotte bcsail mindcslcru zwei Eingaji^c: in ihrgefunden wurden Krokodilmumicn vcrsehiedererGr&ficn. Krokodilcter. Mumien anderer Tiere, men^chliche Mumien, cin rtSmUcher Helm. Panzer und Schildc aus Krcicodilhaut. cin Frosehlampenfnigmen! «awic Kcramiktthcrfeeri.2* /immer /ufolge sehcint l"homas Legh 1812 der erste Rei^endc gewesen tu *ein»IT der die Grotte besuehtc Der Bibliographic Zimmers lassen sich mittlenveile cinige Ergan/ungen hiitfufugcri: « Hay, Mahdi L 246-265. a Sitbcz-B. L«V*nili<tiMK>n>TOe(lf(W)tm V^*^cn F^>T^d«iannew 15% A li*lt VOR X 1^71. 53-55; G Bremond, Voyage en Kopte. 1643*1645, VOE 12,1974, IWf: F Vanskb. The Preseat Stale of Egypt] or a new Relation of a Laic Vo>-aae imoihil Kingdom Pcrfcrmcd in tic Yean 1672 and 1673, 1678. 216fT und 22SI: C-J. Ponort (1691^ in: Vojaae* cn Igypie pendant l» annees 167S-I70K VOt 23, 19SI. 203f. Jt Sieherlomopxitjir. u Siehe KurrA op.cit, 4 7-49. " SkheMT.ZinMttcr.M^cnnel^ptc. n<t»KHl.*d irncMi^aitoncI pricnU^^: DSFE96. l9S3#27f/..dm..Lc* aronc* dc^ crocodilede Siaahdah{Samoon). VA Special Numbtr I9«7. * Si*neKurtfuopcil,«tinda9. n : W C>h*1if in PM \ \ ?41. imtfT^m\H.'h«i>n < \vT.-v\hr*te Ut delling aim der Krokodilgrortc rtamrm i*t nkht nachprulbar, 6mai net* auch Honu op.ciU 25, n_ 86, 37 T.Le«Ji,Nan™D\eof*k«rneybe5or^ 62 A. Effland BSAK9 - Anonymus, Ein Besuch in der Krokodilenhohle von Samun, in: Globus 4, 1863,118-121; - A. E. Brehm, Illustrirtes Thierleben. 5. Band. Kriechthiere, Hildburghausen 1869, 72f.; - E. Mamo, Die KrokodilhShle bei Maabdah, in: Aus alien Welttheilen, 5. Jahrg., 1874, 240ff.; - D. Kurth/U. RoBler-Kohler (Hgg.), Zur Archaologie des 12. oberagyptischen Gaues. Bericht uberzwei Surveys derJahre 1980 und 1981, GOF 16, 1987,25 und47ff.; - E.W. Lane, Description of Egypt. Notes and views in Egypt and Nubia, made during the years 1825, -26, -27, and -28, Edited by J. Thompson, Kairo 2000, 265f.29 Authentizitdtsanspruch und Quellennutzung Die Reiscromanc Karl Mays spielen in einer exotischen Gegend. Vielerorts galten und gelten sie auch als ethnographische Erzahlungen,30 „sie informieren iiber die geographischen und ethnographischcn Realien ihrer Schauplatze, wobei ihre Handlung von diesen Realien nicht nur untermalt, sondern auch bedingt wird. Die ethnographische Erzahlung ubernimmt also teilweise Aufgaben der wissenschaftlichen Darstellung"31. Die Einordnung Karl Mays als „Ethnograph" geht letztendlich auf seine eigenen AuBerungen zuriick, so behauptete er immer wieder „ich bin wirklich Old Shatterhand resp. Kara ben Nemsi und habe erlebt, was ich erzahle"32, und weil „ich meist Selbsterlebtes erzahle und Selbstgesehenes beschreibe, brauche ich mir nichts auszusinnen".33 Im MSrz 1881 antwortete der DH in seiner Leserbriefecke einem Leser: „Der Verfasser der Reiseabenteuer hat alle Lander, welche Schauplatz seiner Erzahlungen sind, selbst bereist"34 und wiederholte diese Aussage im Laufe der Jahre mehrfach.35 w In diesem Artikel wird ein Bericht von A. Georges zitiert, der 1860 die Grotte besuchte. 19 E.W. Lane berichtet von einem weiteren Besuch der Grotte durch G.R. Gliddon im Jahre 1840 (siehe E.W. Lane, Description of Egypt, 265f., n. 1). Zu G.R. Gliddon cf. auch W.R. Dawson/E.P. Uphill, M.L. Bierbrier, Who Was Who in Egyptology, M995, 169. - Weitere mir bekannt gewordene Besucher, allerdings ohne spezifische Lrteraturhinterlassenschaft, waren: Graf Behr-Negendank zu Semlow, der 1853 ein Krokodil aus der Grotte von Maabda der Stadt Lubeck vermachte (1893 an das neugegriindete Museum fur Volkerkunde Lubeck ubergeben) sowie Paolo Panceri, Professor fur Anatomie, der von seiner Agyptenreise 1873-74 ein Krokodil aus der Grotte dem Museo Civico di Storia Naturale di Milano ubergab. Auch das Museum fur Vdlkcrkunde Hamburg besafi unter der Inv. Nr. 4128 einst einige Krokodile, die als „Geschenk des Dir. Dr. Brinkmann 1879" ins Museum gelangten, ich zitiere aus der entsprechenden Inventar-Karte: „14 mumifizierte jungc Krokodile aus der Mumienhohle von Maabde in Ober-Agypten, einige in Mumienleinwand gewickelt, einige frei. Von Brinkmann selbst aus der Hohle entnommen"; am 24.10.1975 wurden 6 mumifizierte Krokodile an das Zoologische Institut und das Zoologische Museum der Universitat Hamburg abgegeben, 1984 waren noch 5 Krokodile im Magazin des Museums vorhanden. 30 Cf. z.B. D. Gropper, Von Karl May bis Somerset Maugham, in: T. Hauschild (Hg.), Ethnologie und Literatur, kea, Zeitschrift fur Kulturwissenschaften, Sonderband 1, 1995; M. Lowsky, Karl May, Metzler Realien zur Literatur, Bd. 231, 1987, 57ff. und 62ff. 31 Lowsky, Karl May, 57. 32 Karl May in einem Brief vom 15.04.1897, zitiert nach C. Roxin, Dr. Karl May, genannt Old Shatterhand, in: JbKMG 1974, 21, n. 35. 33 Karl May, Freuden und Leiden eines Vielgelesenen, DH, 23. Jahrgang, 1896, zitiert nach Roxin, in: JbKMG 1974, 19, n. 22. 34 Zitiert nach: KluBmeier, Karl May und der Deutsche Hausschatz, in: MKMG 16, 1973, 20. 35 Siehe B. Kosciuszko, ^lan darf das Gute nehmen, wo man es fmdef. Eine Quellenstudie zu Karl Mays Sudamerika-Romanen, in: JbKMG 1979, 182, n. 31; D. Sudhoff/H. Vollmer (Hgg.), Karl Mays Orientzyklus KMSt, Bd. 1, 1991, 14. 2003 Karl Ma> und die Krokodilgrone von Maabda 63 E« achr vicl »pitcr allcrdings rnachlc sich Karl May ant; aimifidcsi cinige der Cicgcndcn zu bcrcbctt dicer in semen Wcrken so kbendig beschriebenhanc.** thm wurdc bcrciismimals 1882 die allzu cnge Anlehnung an voUterlundlichc Fachlitcratur nachgewicsen und ah Reaktion auf seirico Auihcntiziiateanspaich Plagiat rargeworfen." Aus dicscn Vorotirfen und den folgcnden Prozcssen" resultiert letzlcndlich auch cine „bis heuie nicht abgcschlosscne Quellenforschung m Mays Ethnographic*"* Karl May bedicnte sich ausgicbig in grtifharer Fachlitcratur; cr bcnuiztc cihnoftraphisch- geographisch-historischc EnzyVIopfldicn, Fachsuftatzc, au:hemi*chc Rciscbcnchic mit wissen- schaftiichen Informationcn. popuiarwissenschaftlicbe ArtikcL Landkartcn undSrxachluhrcr.*0 Aus dicsen Voriagcn ilbcrnahm ct tcils groflcrc Passagen in wortw6rtlichcr odcr paripnrasicrtcr Form41 Nur schr scltcn nenni May auch Autorcn und Wctkc. die er als Qucllen tan1. VoHagen gcnuUt hat und macht sicals Zitatc kcnntlkh *: Auch tTJrdcn riatiirkundlichcn, ethnographischen und geographi!*chcn Hinlergrund WO Jm I andc des Mahdi" vmvertete May ihm aigangliche Fachlitcratur. So hcnutTte cr w i nachucislich die /citschriftcnafUkcl: - A, Rambcau, Am Nil, in- Aus alien Wcltthcilcn, 1871; - C. Bcrghoff. Rcisc durch die Atmur, die Nubiache WQste zwiscben Koro*ko und Berber, in; Aus alien Wcltthcilcn. 1882; - J. Fcrlini, Die WdfltC Koruska, in: Magazin Rkrdk Liicraturdes Auslandca, Heft 100, 1839; sowic die Monographicn: - E. Manwj, Rciscn im Ocbictc do blaucn und wei&en Nil. im egyptischen Sudan und den angrcnzcndcti Negerllndern in den Juhrcn 1869-1873, 1874; - R. Buchta, Oct Sudan und der Mahdi. Das Land, die hewohner und da Aufstand des falschen PTOphettn, 13£4; - IV Paulitschkc, l>ie Sudanlander nach dem gcgenwartigen Standc der Kcnntnis, 1885. - Aus Jirockhaus' Convcrsarionslexikon" von 1882-87 Gbernahm May tcits wfrtlich Infor- mationcn m BcgritTcn wie J3Mk*t „Siur\ Jtordofan*. ^Scnussi*. >Tilpfcrdfallc* und ,,Sttrapfc*\* FOr den Agyptologcn von besondercm Intcrcssc ist die von May benutztc Quelle*4 seiner Bcschrcibungcn von Kaira Er fand seine Vorlage nitmlich bci G* Ebcrs, Von Kairo zu den Moscsbrunncn.dcrAnfangcincrSinairets< nach dem TagebucheerzAhlu in: Aus alien Wcltlheilcn * /urOricstrciscMchc/H \\ Finer, in; G: Ucdinjt (Hg.X Karl*Miy-HindbocK 1987, 54 Jf.; H WcfcljpcnifL GroBc Kirl May Bkigranhw l.ehen und Werk, 1994, ! 'mi . J WolUchliger^K. Barucn, in: JbKMG 1971, I6S1T+Aiseir»cn Retro allg^nctnsjcr>c V,Gric*e. Karl May. SUtKHKflcinct Lcbcas. EireChronologic«met Reisea, SoKMG 104,1995* 11 Ct Lowilty, Kirl May, 57; H. Sctaiedc in: UoJIng (Hg,\ <^x*r, 4>U: C. M Bemtriunatts m Karl Mj* t Oricfiironui. id: DSvdhcfT/lt Vollracr <JfH ), K*il M*ji Orkney LI ■ KM St. HI t, 1991. S6. h ]S Cfauch Wohlgsch*ft,op.cit. 52«. * Siehcj^B. IbwftM:Ueding|Hfl/>.op.cil. Wf n Uavafcy, Karl Hip, 57. * CI Lw4y, Karl Ma>, 5 Y. Schmidt, m Uedir«(H^>, oo.ciL, )49f+ 11 Die tiuratir zur QucUcnfonchung in Karl*Ma>L'Tcxtca bt mirtlcr*cilc nahe/u uaObmchaubar, cine ftmgicbi^e und deujllicrtt Zustmmerstetlurg fmdet sich auf der tntcmctscitc der KMG untcr der URL: hta^y\artn^Jco 0f^lm^s<kJit/bWH>^ v. ta(>iclk^Vc^kk^Vodiufer, *a SKfce daoi H. LtebUrg, AdoJt voti Wrcde und Kail May Frtebce und labruOTtt Rr»*cbochrtitungcn. in JtW^G 199s, 252-261, breeder* :*2. il 2. 41 7m diem Quctkn »khc D. KokhjaAo, in JbKMG 19SI, 64fT., den., in: G. Ucding <1<ft>* Kwl-M*>- tUndbuch, 19f \ 2S2U mil F-r^wngw vbdtt, *2001 k 211, C£ nuch lh™, trnfuhrur^ 3, n 2C+ ** ^MVV^reiN«inbcrnhnrietRm«oW ",K Mny.\1*hdi 1. V /umdorfigrnZaalvarfbtCBttO Fben.Durch G»en/urn Sinai. Am dem Wandcrboche und derkblrthek. 3l881,4f, 64 A HIlaiKj 1871. d&bci hjndcli cs >ich um den VorabdnKk des crolcn Kapitcls von Ebers' Monographic" .J)uf ch Croscn /um Sinai. A us deni N^aoJcibixhc und ikr Bibliothck". Leipzig L 872. ** L>m Kahmen Hit die Que Jlenlone hun * /u Mays Maatala-lipisodc lm Mabdi-Roman wilder nun |J die Kntstchungsznt des Marf*d*-Mariu*knp*cs, 2.»cfcc btsdJnia pubhzierte Liuntur and. lis *tttcrc l-nsihrtnlurg. 3 )d*c Ma) b» dalo fuglnglKhcn PuMikaboncn. Ucr cntc Punkx tst der emfachste: Wk cingangs entfthnt. stdke May da* cnuprohenJc MwiinLnpt bis Back April 1890 fotig Dcm/ufoltc schoden lis QwUcn spHer puMrocnc Verflflcnthcfc ungen aus Oct zvciic Punkt lift sich mil llilfc dcr bibliograf*uschen Angabcn bei M. T* Ziinma cmgren/ca. IK-rvUo konnenpnn/jpicll die fUtcendcfi(^ichtig>tai)PublikaLkincnal><AKlk m llctrachi ficzoftcn werden: - I Lcgh. Narrative of a Journey beyond the Cataracts, 1816. 109-117; - F. Hennikcr, Note* during a Viait lo hgypt. 1123,92-102: - JJ, Rifaud. Tableau dcrFeyplc. oV U Nuhe.rt drt l»e«x CKonvomn*. 1830.230; N.A V., DieSamum-Grottcin Acgyptcn.in- Msg*/in ftlrdic Litrrsturdcf Auslandc*. lahrKanjl 1834. Hcft79. 314f; - E de Salle, Peregrinations en Orient. 1840. 156-150; - E de CadakcncVJ. dc Brcuvcry. L't.gyptc el b Nubic. 1841. 261-269; IA Wilkinson. Modern hgypt and Ihvk. I 84 80; ~ I Prisacd'Avciinc^ Souvenirs d*Lg\ptc I - La grotu dc Samoun, ia: Roue Contemptxautc 11, 1854,225-234; - A. E Brcfcm. Rctscsiizzcn aas NonM>»t-Afnka. 185?, 362-367; G-A HoskinvA WiaurirrppeT«K3t o^crh(ypL 1863. 163: - Anoo>TnuJs LX^TiareoogihcUeadiKxK tn Ihcta James Magazine3. NS, ApnlNcptemtw 1869. 324-336; * R. Ljcout* I/bgtptc d'Alcxandnc a la Secede Cataracte. IK~: 248-256 - J.G. Wtlktnsoa Miwts and Customs ol the Ancient hgyptiaas III. 1873, 76; 401; - V, Mo*nan, Aprcs bier d auira Souvenir* de la liaute-tgypic d de ia Nubic. 1873.63-70; - RW. Villiers-Sluart Nile Glcwinp, 1X79, 90; - G. Ebers, Aegypten in Bild und Wort, 1881.200. - LN.I^fc,CroquL$i:»pt^ 17 Juni 188Z94f.; - LN.Lepic. U demierc Egyptc. 1884. 141*154. I Ln/JJ kommen die in den jrttlichen Rjihnvn ptttenden, jedoch nicbi bei Zinuncr genannlcn - J.fi WilknuDn. lv Ancient Kg>p<iaei* I heir J lie and Customs. 1853. 242. - Anonymui. Fm Bcsuch inder Krokodilcnhohlc %oa Sjmun, in: Globus 4. 1863, IIH2I; - A-E. Brcnm. IllusUrtcs Tkierkbcn 5 Rand KncUtkcrr, 1869, 72£. * E Vjno. IK- Krc4u>dilb&hk bet Maabdafc, aa. Aits alien Uctabtikn. 5. 1874. Die dnoc Rjflnxnbedina;una; lb ewe ^uclknloncnung tst Aigicith die scfawxr.gxc Wckhc J>OG *onnixnjnaica [ uHikatwoen uaftden Ma> potcvDclJ zur Verf&pmg? hne IWfe ol hicr die Tatsachc. dan Ma> vomenrnlich Wcrle /u Kate /og, die stcb m sctoer eigencn BiWiothek " Siete Kowiuvko, in JbfcMG 19SI. 74. 4 CXaacaR Fiscner. Def Agyplolofi Gaorg IJm, AAT 25t 19Wt2l9ff, Karl May und die KrokodilgroUc von Maabda Mhndcn/1 und dati ex cincn cigenen Kaialog seiner Bibltochek ersielke. dcr noch dazu publi/jcrt isl4* Dicscr Katalog isi allcrdings crsicns nicht volhlandig" und zwcrtens senr knapp formulicn; May hat ieider nicht wic es ni wunschen ware, seine Hiichcr volhtfadig ziiicrt, sondem nur Kurztitcl* Oder cin Slichwon'1 angegeben. brschwerend kommi hinzu. dafl May sclbst bcschrcibl, cr habc von andcrcn Bibliolheken profuicrt: WShxend cincs Gcfajignisaufcnthaltes >Jwtte ich die Bihliothek der Ge/angenen zu vernalien undauchdieBibliothek der Beamtensiandmiroffin Die Werkeder letzterenbezogen skh nicht etwa nur auf Strafrecht und ouf Strafvottzug. sondem es waren alle Wissenschafien wrtrcten IchhabediesekfatlKhen/mhaltsreicfc^ sehr viel daraus gewonnen Und es waren nicht nur die Werke der Anstaltsbibliofheken. die mir zur VerfQgung standen. sondem man zeigte sich auch gem bereit. mir satche von auxwarts zugongig :u machen. ..So verwanaehe sich fur michdie Strafieit in eine Studienzeit.... Noch heus bin ich gam hesonders dankbor dajur. dafl ex mir nicht verboten wot. mir fremdsprachige Grammatikrn anzuxrhaffen und hierdurch den eigent/schen Grund zu mcinen spdhzren Reisearbeiten zu legend DarCber hinaus iftt bckannt, dafl May cin flciBigcr Bcnutecr dcr Drcsdner Sladtbibliothek (mil immcrhin 50.000 Bttndcn) war." Textvergteiche* ParaUeien und Motimoriagcn Die pflzifC Suchc nach cincr odcr mchrcrai Vorlagcn zu May* Maabda-Episode gestahel skh aufgrund dcr zahlrckhcn oben aufgcftlhrtcn potcntielkn Quclkn als schwicrig.** A* Sclincidcr" marine unlci VCrweb auf cine NotEE von M. Hcckcr daraufaufincrkuiiH, dafl die Bcschrcibung dcr KrokodUgroue an die Ausftlhrungcn A.E. Brchms* gemahnc. /war fiodct sich in dcr Biblioihck Mays nur cine kieinc drcibandigc Ausgabc von Brehms T icrlcbcn aus dem Jahr 1893/7 -1 SiebeiB. K<tt<iuuto>:JbKMGlttK75. * H- WiotamMt UoIUchliger (Hg*-X Kaulog dcr BiMiothek. Vcrrckhrm von Karl May. Faksimilc dec Hanfechnft. Karl Mays Werkc, Supplement Bd. 2, 199V Dcr Artikd von P, KandouVA SOUL Karl Mays HQvbcrci. in: KMJB 1931.212-291, **r mir Icidcr bi* RcdaktionuchhQ nicht uglnglich m SicJwWMci r -i \K >lUchl|gti Hgg i I .135- So IuaoVIi tick beifcpwk»*ifcc bet «eincr Eintragwg „Altc^sT*i^h Du hieroarypnitcht Schrft^Wfn N* VIZ* (Whc Wic&nrothWolltchlagcr (Mga X opcrt. 45) vermutlich um G. Fhm. I>k kicrnglyphiiciv Schriftiystnn und icinc tntziffcrunfc in: Vonrige rum Bcrf<n dcr dcutschci (nvalidcn gcrultcn m Govartdhausuak zu Leipzig ^tJrcnd dcr Monatc Januar b s Mlrz I t7]r Tril 6, Lcipng [ K ■ I Rcsnlticn h»crtut vktk^hl dcr Ansprucli Kara bem NcrrnU: Jch sprcchc auch Sprachtfn icIchcV Volkcr, wckhc nkni mcKr Icocn N^n K*bc icn c nijw BOchcr dahclm. ^ckhc die Spracrc urvl SchnT Jotct hefandeb., v^clcftc hicr Indrn MLfntcngrabcm jegen. Ich habc mir vfcet MJhc gcjtbcn. dcr Inhalidk^cr Hixhcr n vcrslrttca. und wciflnkhl, obenir dies pclungcn i»l Kvwlc dc »c Municnslf jtc ^<r»cr), wlicc* mii tn&^lkti. dk Pix*»c Tto mtchen. ob ich cr^OAodcr ob Kh bicKu gclcmt habc.*1* May, Mihdi 1. j?i. " SoxM MrnnicnN0 W<^r^B^cfcrcib^irgrir>rrMmaicN* 506 507. 1716. IW.cbcnvo.Mtmicnhiiodcl f4*t25*(uehc WkdcnroatWoll^Uccr<HuKcp^(t.^«^23).Um*«khePublraationcacitichhicrbci Utsachltch Kandclt war mtr bislanR n*zh\ mogtich ru ermine In. abcr sic warden %kha von Mav vcrvvcnocl. c£ May. Mabdi 1. 247iT. und beicnocrs Utt " K.May.McinLcbcnundSircncn.l9l0tl3lf n S^WicncnrorJv'Wo1l^ligcr(Ha^Kon.^^ M Noca schvpiengcTWTid die Suchc. *cnn man in Erinncrunj hchik* da6 May oft bestrebt *art wtitgebend iltrrc Ijtcratut und Kartcvi /u bcmil/cn. dk togrifTcn uad mo^licAit wenijten tckuint Miren. cf. F Kandjlf. Kara bcnNcrn^iaufdcnScurcn Layard». Ekt B\kk mdic Wcrktflttc cirtci SchrifbUlkrx D. SudlrafPIt Vollrrcr (Has ). Karl Ma>% Oricrttyltli*. KM%U Bd. 1. 1901. 201 " A Schnckfcr. Nochm.iK Kart May W& Alfred Brchm. tw. MKMGa; I9714 14fT M A.E+ Brthnu RcUc%kizj»n aus NofaXHt Afrika. IS55. >63-367. n Saehc F Mascatc. Karl May und Alfred Brchm. in: MKMG7.1971. 19. 66 A.Eftlttml I1SAK V duszuschlicbcn ist zunundcst cine Insptraiion Ma>s durch Brehm allcrdmgs nkht. So hai May nachwcislkh in andcrcn Werken austUhrlich aut Brehm zunlckgcgrillcn^ Mchr als cine c\ cntuellc Inspiration ist May jedoch nach tcxtkritischcr Bctrachtung nkht nachzuwciscji (s.a.). Bcsoaders B, Kosciuszio hai sich be. der Suchc nach Vorlagen hervorgttaa. Er verweist Uberwu^cndaufcincnArtikeldesOsterTcichischcn AfiikilbrschersE, Mamowalsdirckte Quelle. Sein jcefienObersicllcndcrTcxtvcrgldch sci hicrnochmals zitiert:*0 K May, Mahftl 2*0ff Dtcset Iftcgt uupflhr cine haibc Wegtfuocfc VOQ dero Dschcbe) Abu Fcrtdah entfernt, dcro Gcblfguuge. in Mclchcfn mo die Hoblen tcflnden. die den altcn Ejgpurn ah BcgrtbrtiGK*mrocm ftlr ihre hciltgcn Krokoditc dicnten Don hg ein n>gr*hniApl*t/ mit dem kuprxlformigc" Grabrnak cints Fakir... Dcr Weg war kebes^cg* cin ccqjemer. Ex (uhrte Ueil cmpor zun Plateau* wekhes *crthin mil glilzcmdcn. durchskhtigen Kry^altRhomboider bedeck! <*&r,die» Ihnlicb dem islinduchcn Spatbc. cine men/ltchc Sirahknbretliuru iciper. D»bci gab es rkaige ■. i .<■ i ^ l i ■' ^ 1 ►'. z l ■ 11. ncbcri und ubcr cmnj>d<r licgend. seiche icr Gegend den Antchcin .jjVii *U ■ hier rwti mit rie*i£cn Kinonen bewaflnete Gigwtenhcerc cnandcr cioc Schlactn ncliefefl hlncn. Auf dicscm Plateau eehob «cb ein Huge I, in wckhcen wir etf* nicht sehr grofic Ocffnung bcracrttca DUrrc MumknreOe, Zn^fltJOi, Kaocheo lageo da umher utK! licOcr verTi)ulhctt*iUfi JiocsiMtidcf tm^aji^do bcnlhcitca IBhlc sci. . Nun sticg dcr FOhrc* in d*> Loch, wekhe* fiber wei Meter tenkreeht nicderiuhrtt. E Mow. » Amaikn Wtitthttl** A jfc. 1874. 240 la dem hkr am Huut cntLang strcichendeo Gcbirguuge Gcbel Abo t'didah tefiadn ikh naturtkbe Hdhkn, \**khe*ori den ahen Ac&picm ahBegrabniakaiuTcrri At die ton ihren vcrehrten Kn>kidit« benut/t *urdcn Mice licgl cin ftegrthn Hpltfi mil einem kutficlftlrmif iibem6lbten Stheokodtf FMcbpabo; Jiucr Wet fttortc an diesem vortbef. aatangs allnahlich* ^pAter /iemlich veil aufstc gend. auf du hL^elige PUtemi de* Berges Die Hitze to hochgetfiegcacn Scene, ^ermehn dtrefr die Airtciurahkade Wtrme det 6den, hahkn Kclien. vfus /kmlkh fQhtb«rh wlhrcnd dee Reflet dcr Sonaetv ijahkci von dcr mit Qu*rArvttallcn ubcrdecLtcEi FUcne KhmcY/hilt gliutmd in die Augc* (r»f. We4cr- hin Ugen ric^ige whwam Feuerxteinkugcln nehen iinri Qber er Aiider. welcbc den PUu wic eua Schlachttekl dcr TiUnen erwheinen lieBen. WM eW Viertelstundc vom Fu6c d« Bcrgc? w wirci wir auf den steiniger Made ^c^ji^ei. " ir emeu k cirtcn HUgelC*TcichtcnH im »ckIcni cin Scbadil uiigc&hr 2 I - m Mmkreehi hififtbftfrnc- ikrum^ctfrcvic ZcugfcUcn. Palmers vedclrc^te, Krochen und gecUWrte Municnrette li«uc«i erlennen. lap wir den Fingang der MAhk errcicht harien Auch an andcrcn Stcllcn dcr Mahdi-Trilogic hat May nachwei^tich auf l^ibltkaiioocn l:. Mjun*« 71 j Kick gegn ffen.11 sn dati Mamos text an vorlicgender St die un/weifelrwlt ah Quelle gilt.*^ Es ist jedoch sehr wahrscheinlich. daB May sich rtoch auf wciterc Vorlagen be/ogen hat. In seiner Bibliothek bcfindcn sich insgesamt 17Jahrgange(l 832*1 W8)<*erZeiuchrift^MagAziniur die Lileratur des Auslandes".** Die Artikcl dicscr Zcitschrift hat May nochwcislkh intcn^iv SkbeF. Majcru\e,«:MrMG7J97IJ9-2l;ASclw^Jn:MKM^ dicw* BtimWu .+.-. AJfrtd Ednund Brehm* Oicni in Karl Ma>i FnUmeri. ia: JbKMG lWt 232-271 be«?oden233( d. 6. rt t.ManK^l>»er^o*^lhohkbei\UabdahJft:Au^ Jaorgang. 1174 ** SkbcB. KoKiuszko. in: JbKMO l9SL75r So»uf E. NUmo. Kct^en imOebtetc do blaucn und ^euier SiU un efjpuscben budac und den angrcruenden NegerLAndci^indca Janrci 11691873. ia'4; Mchc P. Kji^ ■It.x usui-t^ und Uwdkirtcet. in: KMJb 1925. l54ff.:<Wrs .KrugrrBciundcWrVaScf deeFunmundcet, ifi: KMJb l924t<mr^8.Ko«ci«ule>.io: JbKMO 1981 MfT. w Swhe auch Kock ir: JbKMG 1995.279. 61 Cf WieeJctwouVV.'on«hilger (Kg*), opcit, 1 uod 5 (J4# S5*Mrx skhe auch H Liebtang. Mfa Dichinnisun. Gcographische Beroerkungen ai Ma>i m>ihischetn Kceiioent. la: JbKMG 2000,a 10. 2003 Karl May and die Krnfcodilgmtte von MaiHAi 67 gcnutTl*4 Im Heft 79 des Jahrgangs 1854 findct aich nun dcr Artikcl „Die Samum-Grottc in Acgypten** publizicrt untcr dem Sigcl .N A.V;.ti Ubcn falls sind in seiner Dibliothck csiige B&ndc dcr Zcitichrifi ^Globus" en thai ten/* Mir bt derail nicht bckanm, ub uch darumer audi das Hefl 4 vun 1863 befiiidct, in dem cm anonjincr Auior ausftlhriich cincn Bcsuch dcr Grottc von Maabda bcschrcibl.*1 Einc tcxikriiischc Untersuchung machi cine Kcnmnis May* von diesem Text allerdings durchats wahrscheinlich. Findct Mch / h in dcr Aussage -mein Dragoman wurde angsllich. wolHc nicht writer gehen und beschwor mich, mit ihm umzukehrcn. Er war im Ucbrigen cin keeker, rcsoluter Burscta ... nihratc skh, in Abcssinien Loucn und fctephanien erlegl /u habca abet mit Mumien in dcr Untenvelt mochte cr nichts zu schaiTcn maehen. hr mciMc dort wirnmlc cs von Geisiem. El kehrtc wirklichuTi: wirabcr ^ingcnxonvart^Klcr wirLrochcn vtclmchr"" ctwadasmoti\ ische Vorbild** fur Seltms Reaktion „.Das ist filrchtcriich. das trtibt mir die llaare zu Berge; ich kann cs nicht mehraushallen!.., Ich fikthlc mich nicht; ich nchmcessogflrmitdernTeufelauf;^>cT.„kh gchc nicht weiter mil; ich kehrcum* Das Lcben isl mir licberalsder Tod Erricfdasin cincm Tone, alsobcr schon nahe am trslicken sei. Ich versuchte, ihn zu bemhigen. doch vergebens: cr brulltc t&rmlich vor Wut und Angst, und es blicb uns nichts andercs Obrig. aU ink <^in*m Will™ 7» tfigen. istdasder Mut, von welchcmdu vorhin sprachsi?* bemerkte ich. .Rede nichl von Mut, FfFendi!* fuhr cr mich an. ,SteHe mich vor einen wirktichen Fcind. und ich werdc Wundcr der Tapfcrkeit thua ... Sage, was du willsU ich bleibe hkr\'?™ Blofie Texi-Parallclen lawn sich /ahlreicheanlQhren, dies isi allcrdings bci cincr touristischen Aitraktion und angesichts dcr Fillle an etitepreehenden Publikationen* die allc dassclbe he- schrciben. nicht vcrwundcriich, Ste ktfnnen als dircktc Vorlage nichl zwingend in Anspruch genommen werden. Man vcrglcichc z B.: K. May, Mohdi 1. 261 f.: „Dic Italic war. wic allc Rfiumc und Gangc. durch wckhc wir jctd gekommen warcn, mil cincm schwarzen, klcbngen Ucberzug bedeckt, welchcr sich durch Abkratzcn entfernen licB. worauf dann das glilzerodc Quarzgestcin zum Vor- schein kam* Dicscr Ucbcrzug bcsicht aus Mumicnpcch* wclchc* infolgc dcr gro&cn HiU'e nicht mlamrn kann unii mi jaicn pcnctiantcn Geruch vcrurMcht". Anonymus, in: Globus 4* 1863, 120: „GcwO)bc und Wandc sind gc^chwarzt und durch die bituminosen Donsic mit cincm kiebrigen Ucbcrzugc bdc^l. den man mil dem Finger Ickht hinwegwischi, dann erschcint dcr glanzcndc Quarz des OcstcireT. A.fc.Brehm, Rc^scski77xnaus^o^d^^Af^ka, 1855,366: fcWodcr*chmicrigcUebcizugdcr Wfindc durch den Mattel cntlemi war. schirnmcne das Gcstein dcr llohlc durch und schicn bci unsercr Beleuchtung wcgen des reichen yuarzgenalics der Sieine aus glanzendcn Brillianien w besiehen^. tin wcitcies Beispiel: K. May, Mahdi I, 260: ^An dcr Dcckc und den Fclscn hiogen Fledcrmfiusc. cinedicht neben der andem, Durch unserc Fackeln crschreckt, flogen sicaufDie " Skhc duu LkbUng- bexk ** SkhcUcbtog,l«.cit.LB.K<«ci«^,m:G.U^i^(HfrX . M^/in" fUnd mir far «ioe tcxtkriliicW IXirchv^cht ki-4cr nichl Air Vertagunt M v<+v Ui^rr. -n(h \A**liv:hi.i^r t M^' - ^[ w < 125-130X cf. auch KocK in: JbKMC. 1995.216.9.61, *7 Anonymu^l m Ik'^h m dcr Kr*>koiiknKl*hlc \rr. ^amnn, in: Gk*U» 4 J86J* " Anonymui.iitGlobat*. 1163, 1M. 44 /ur Xrt^it^wei^cM^^^/uiVcf^ertufigvonMotivvc^lagtncf.a^ MjO-lfjnJtHKh, 1987.149f.; Schonbach.cmem guicn K*ncnk«r jchort whonetw» t>«gwllfn <Jcr B4aAn-Kcm*>C K*ri Ntayx m D. SudhcfFH. \ otlmer(Hgg.i, Karl M*y*Ortemzyi*u*. KMS^ Bd 1.1991, :oa,2ix * May, MibdiL25Sf. A, Efflaod BSAK *> Klughauter hatter nich; Plat7. um aus/uweichen; sic f.ogcn uns an die Kdpfe. in die (icsichtcr. in die Flammen dcr Fackeln. so dafl dicsc mUtochtnn" Anonjinus, in: Globus 4. 1863. 121:..... Schw&mw von Hedcrmauscn. die am Gcwolbc hangen. werden durch das Fackcllicht aufgescheucht. tlattern umher und fliegen un* in den Kopf odcrin'sGcaichl .J*. A,Brehm, Rcijcaki/jrcn aus Nofd-Osl-Afriko, 1855. 363: ..Tauscndc und Tausendc von HcUcnn&uscn bovohntcn dic5c Raumc ... Von uns aufgestort, umflogen Sic urn in Scharcn ... Mchrcrc Male Ifochtcn sic uns die Lichlcr aus". Die Quellenbtnutzung -Funkiion und Bcwcgxrundc Karl May hattc aufgrund seines Authemi/jtai^sprahc* cine gruOc BUrdc auf sich pwmtf* Mil dcr Aussage «Wei! ich mcist Sclbsterlebies ereahlc und Sclbugcschcncs beschrabc. brauchc ich mil" mchts auszuiinnen"7 ging May die Vcrpllichtungein. zumindcM den Kahmen, das Umfcld seiner Lrzahlung, also J.andschaft, BevOlXcrung, Fauna, Flora kiimaiischc Bcdingungeri. hbtorische Figurcn u.a. moglichst genau zu rxschrciben. Agyptcn war auch zu Mays Zeit cin belicbtcs Rciscland;r: er muBtcdavon ausgchen. dati seine geschiiderten Sehauplatzc Ubcrprtltbar warcn. eincr seiner Ixscr den Ort vicllcichl kanmc und ihm evcnuicllc Fchlcr nachwciscn konnlc. Wcnn man jedoch. als kritischcr Leser. nur den .Jtacdckcr* aufschlagen muQ. und siehu wfc wahrhcitsgctreu May z.B. die P>ramidcn beschricben hat. wird man ihm dann nicht auch die abcnteuerliche Handlung glaubcn mOssen? May beschrcibt seine Szenaricn so gcschickl und dctailliat daB ein seit 26 Jahrcn in Agyptcn lebender I^mde&kenner im J.ittcraturblatt fur katholische Erzicher*4 Nr. 7, 1896, sagt: ,J>as ist herrlich. dcr Mcnseh mufl dorl gewesen scin!".'1 Karl Ma>' hai abgeschricben. cr hat paraphraMeri. er hat sehr ausgicbic Quellcn Rcnutzt und dahei auch Motivvorlagcn gefunden. aber er hat insgesamt cin von den Quellcn im Wesentlkhen unicrschiedlichcs Werfc geschaffen. Fshandck sich nicht urn Plagiatc, „dcnn natttrlich ist cs nicht ladelnswen. sondem aotwendig und HbKcfe, daB cin Reiscschriflstellcr sich an mAglichst gulc Quellcn hair.75 Mil entwaffnendem Humor hai sich Karl May jedoch. und zwar durchaus nichi unsclbsi- kntisch, vor allzu strcngen Urteilcn abgesichert; wcnn ihm. resp. Kara ben Nemsi vorgeworfen wird: „(X Eftcndi, wic schon du Ittgst; nctn. wfi schon du lOgst?"7* dann enthullt er letzilich doch den Ursprung dcr Gcschichlc aus dcr Phantasic. W. Gugliclmi merkt zu Recht an, daB cir.c .jicucrc ZusammcnstclLung flbcr Autorcn, die auf ugvptischc Motive turtlekgrcj fen"71 nicht vcrtUgbar tsL und nlhxt in dicaem Zu*aiiuiienhaii£ " Zliien nach Roxin, w JbKMG 1974,19.n ,22. 77 Zun TbcmA ^SebcnA^urdi^eiten in dcr Tremor" m SU» KciKCf/JMui^ci; ^wbc aikIi a. Docker. „$ctnc M«/ottlt dab kh~ Zum Abvnteucrlcurimiit* Kjiri 1*^8). I21T-; 7ax p^>vrK>U^UMhcTi Dcutung dcr 1 jjivhafUwhikWnmfcn \t*yv i»*b«oad<rr dcr Maac<Ja-tp4Sodc »»cbe Briuti|*M* Da* Abcmcu«r Lndtcnaft bei Karl May. m MKMG 91.1992.32ff. ™ Siehe auch ti. KoscimckA in: JbKMG 1S79, I tiff ; dm.; JbKMG 1911. SJf " /iticn njch Ro\in. in JbKMG 1974. 16.1.1 Cf. aaca W lkner. binfikhrung 3. nit den Anmcrlungrn IS, 19 und 23. - Ahnlkhe Aussagca lasscn ska tuck for Mays Balkan-Beschrcbungen findcn. »khc / K K bchOtbach. in: U+ SudbonVH. Volttncr (*igg K KM St, Bd I. 1991. 2l2f. n K May. zUKfX nacb H. WoWgscbift, GraDe Kart May Btognphie, 1994, 52$, n* 68. * Vj>. Mihd} 11,45. - Zum Hinicrgrund »kbc auch 11; Siobc* Ok Rvisc tits lnam Dkhtuc« und Wdvtvil in den Kci«rj*hiungf« Kari Ma>*. ia: D. SudhofPH, VolbMf (Ha*.). Kar( Maj'SOn«»tt>4Jas. KMSc. BcL I, l991t25Sff 71 W. GualielBii, in: C. Tnimpelcf (Ha-). ApAaChristie und dcr Orient 1999. :r,\ n. S. 20o3 Karl May und die KrrJcodilgmnc von Ma»Wr Schriftstcllci an, wicU. Eco. dcr ffcr scincn Roman Jm Naracn dcr Rose" auf gricchijch-Ag>p- tteboQuclkn ausden Papyri Graecac Magic«czurOckgcgriflcn hat»odcr F~ Wcrfcl, A. Schmidt LBachmmruundR. Musil.C.Busu."Ebm*owareE.A. Poc^nintmncnudcr A.C. Duylc*. Karl May mUBte zweifcllos in cine sokhc Zusammcnstcltung aufgenommen werden. Die cmgangs envihntcn Wctfcc Mays, die in Agyptcn spictcn, aul'&g>ptologischrc!cvantc MouvcundQucllcn zu untcrsweben blcibt allerdings his auf weitenss em Dcsidcrai. DH Deutscticr Hausschat/ in Wen und Bild JbKMG Jahrbuch der Karl-Mav-Ocsellschan KMJB Karl-May-Jahrbuch KMO Karl Vt*> ttaclbdiaft KMSt Kart-May-Suikn MKMG Mincilm^cn dcr Kari-Miy-Gcjcllschaft SoKMG Sondcrhcftc dcr K*l-May-Gcaeilschafl " Sicho i iujthc tm loc. cil. n Sitht i,B> E A. Poe, Der B*richt dct Arrtuw GorA^ Pym «u«Narmick(t (Nackbemcrkuagcnl m: EA Poe, Ciwchicl^deAGrauenvBd J. 19?4.178. odcr Pocs Kurzgeschichte Jkm U'onU wit* a Mummy*. 18*0, * S. I-B. A.C. Doyk.TV Ring of TlW. b: ITic Comhil! Magazine. 1890,
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